Tipps & Tricks

Quittenbaum pflanzen und pflegen - So wird's gemacht


Quittenbäume werden in unseren Gärten immer beliebter. Wenn auch Sie einen Quittenbaum pflanzen und pflegen möchten, dann haben wir hier die wichtigsten Informationen dazu.

Quittenbäume brauchen einen sonnigen Platz

Die am Quittenbaum gedeihende, gelbgrüne Frucht liegt optisch irgendwo zwischen Apfel und Birne und kann gut zu Gelee, Mus, Saft oder innerhalb von unterschiedlichsten Backwaren (z.B. Früchtebrot) verarbeitet werden.

Aufgrund des herben, säuerlichen Geschmacks der Quitte wird diese in der Regel immer nur in gekochtem Zustand verzehrt. Dabei wird der Quitte sogar eine Heilkraft bei Durchfallerkrankungen und Fieber zugesprochen.

Quittenbäume sind wieder sehr beliebt

Lange Zeit fand die Quitte leider keinerlei Anerkennung mehr bei den Gärtnern und verschwand deshalb vermehrt aus den Gartenanlagen. Doch inzwischen besann man sich wieder dieses traditionellen Gehölzes und immer häufiger trifft man gerade in ländlichen Gegenden auf einen Quittenbaum - auch auf freien Flächen.

Zuchtformen:

Im Fachhandel werden inzwischen immer häufiger auch Quitten-Zuchtformen angeboten, beispielsweise als Mischfrucht Apfel-Quitte oder Birnen-Quitte. Diese Mischfrüchte sind absolut zu empfehlen, denn diese können Sie sogar roh verzehren, weil sie im Geschmack weitaus süßlicher sind.

Wenn auch Sie mal einen Quittenbaum pflanzen und anschließend reichlich Früchte ernten möchten, dann sollten Sie sich an die nachfolgenden Tipps halten.

Quittenbaum pflanzen

Einpflanzen können Sie die bis zu 8 Meter hochwachsenden, winterharten Quittenbäume immer im Frühjahr auf nahezu allen nährstoffreichen, allerdings nicht kalkhaltigen Böden, die keine Staunässe bilden (gute Bodendurchlässigkeit). Bei der Standortwahl sollten Sie zudem auf einen vollsonnigen Platz achten.

» Tipp:

Junge Quittenbäume in den ersten Jahren noch mit einem Gartenvlies gegen starke Fröste schützen.

Sie sollten jedoch wissen, dass Quittenbäume, die zur Gattung der Rosengewächse gehören, frühestens nach vier Jahren das erste Mal ihre Vitamin-C-reichen Früchte tragen. Hinzu kommt Jahr für Jahr von Mai bis Anfang Juni eine wunderschöne Blütenphase mit weiß-rosafarbigen Blüten.

Quittenbaum pflegen

» Rückschnitt und Düngen:

Prinzipiell gehört die Quitte zu den pflegeleichten Gehölzen, die sich schon mit einer einmaligen Düngegabe in Form von Kompost rund um den Baumstamm begnügen. Und auch ihr Rückschnitt erfolgt nur bei Bedarf (Auslichten der Baumkrone), wobei ein Kürzen junger Triebe stets eine dichtere Verzweigung fördert.

Quittenbäume nur bei Bedarf zurückschneiden

» Gießen:

Quittenbäume müssen Sie nicht oft gießen. Häufen Sie den Baumstamm rund herum einfach immer dick mit Rindenmulch an. Dadurch wird genügend Feuchtigkeit für das Quittengehölz gespeichert, was ein zusätzliches Bewässern dann nur während lang anhaltender Trockenperioden notwendig macht.

» Schädlingsbefall:

Quitten werden nur selten einmal von Schädlingen (z.B. Läusen, Pilzkrankheiten, etc.) befallen. Und wenn, dann können Sie diese Schädlinge meist mit biologischen Maßnahmen (wie bei Apfelbäumen und Birnenbäumen auch) bekämpfen.

Lediglich der Feuerbrand (eine sehr selten auftretende, jedoch ansteckende Infektionskrankheit) erfordert ein sofortiges Entsorgen des Quittenbaumes im Hausmüll. Wichtig: dieser Schädlingsbefall ist sogar meldepflichtig!

Quitten ernten

Die Erntezeit der Quitten - auch der Zuchtformen - liegt meist zwischen Ende September bis Ende Oktober, je nach Wetterlage können Sie sogar noch bis November Obst ernten. Erkennbar ist die Reife der Früchte sehr gut am Farbwechsel von grün auf gelb.

Quitten nicht zusammen mit Äpfeln und Birnen lagern

Nicht sofort verarbeitete Früchte können Sie in einem kühlen Raum sogar problemlos noch circa 8 Wochen lagern. Aber Achtung: Quitten sollten Sie niemals zusammen mit Äpfeln und Birnen lagern. Und während des Nachreifens müssen Sie zudem mit einer starken Geruchsentwicklung rechnen, die jedoch keinesfalls unangenehm ist.